Sprachkurs in Poitiers

Am 25.04.2016 gegen 14:30 kamen wir in Poitiers nach einer zwölfstündigen Fahrt an. Etwas ermüdet trafen wir im Sekretariat für die Schlüsselabnahme der Residenz Michel Foucault ein. Anschließend suchten wir unseren Weg zu unserer Unterkunft, welche auf der anderen Seite des Flusses Clain liegt. Den Rest des Tages verbrachten wir damit, uns im Wohnheim einzurichten und uns auszuruhen, sowie für ein Abendessen die Stadt zu erkunden.

Am darauffolgenden Tag begaben wir uns zu unserer Partnerschule Isaac Etoile. Hier wurden wir von Frau Monroe begrüßt und empfangen. Nach dem freundlichen Empfang hatten wir Englisch-Unterricht in einer Ausbildungsklasse. Zur Mittagszeit gingen wir mit der Ausbildungsklasse in die Kantine der Schule. Die Sekretärin der Ausbilder zeigte uns das ganze Schulgelände, welches ein Vielfaches größer ist als das der Walter-Eucken-Schule. Weitere Highlights der Woche waren die Besichtigungen einer Züchtung und Produktion von Gänseleberpaste, Besichtigung eines Macaron Museums und einer Ölmühle. Bei all diesen Besuchen wurden die Produkte zur Verkostung angeboten. Sehr enttäuschend war in dieser Woche der Besuch des Museums MIREBEU, in dem eine Ansammlung von diversen Gegenständen zu sehen war: Feuerwehrautos, Puppen, Waschmaschinen und jegliche Art von Schreibmaschinen sowie landwirtschaftliche Geräte. Am besten war jedoch am Donnerstag die Einladung zum Barbecue bei Auszubildenden einer Klasse, in der wir vorher bereits gewesen waren. An diesem Abend konnten wir unsere Französischkenntnisse erstmals richtig mündlich anwenden. Unser Wochenende gestaltete sich mit der Besichtigung der Altstadt Poitiers und u.a. einem Abend bei einer Ausbildungsklasse, dieser Abend endete in einem Club in Poitiers.

Die zweite Woche ging mit unserem ersten Französisichkurs los, welcher täglich stattfand. Beschränkt war dieser hauptsächlich auf Wirtschaftsfranzösisch. Da diese Woche aufgrund des Feiertages sehr kurz war, hatten wir nur einen Betriebsbesuch, und zwar in einer Winzerei. Dort haben wir ebenfalls Wein verkostet.

Mittwochnachmittag verließen wir Poitiers und fuhren nach Bordeaux, um das lange Woche auszunutzen. In Bordeaux haben wir typisch und klassisch französisch gegessen (Hausgemachte salzige Crepes, Galette).Um die heißen Tage gut zu verbringen, fuhren wir zu den Dünen von Pilat, damit wir den Tag am Meer ausklingen lassen konnten. Am Samstag des Wochenendes in der zweiten Woche besuchten wir die Insel Ill de Re bei La Rochelle.

Nach unserem langen Wochenende startete die Woche mit einem Betriebsbesuch bei L’Oreal. Das Unternehmen liegt ca. 70 km von Poitiers entfernt. Vor Ort erhielten wir für jeden ein kleines Geschenk mit den neuesten Produkten von La Roche Possay. Da wir bereits viele Kontakte knüpfen konnten, trafen wir uns des Öfteren mit Schülern aus den Klassen. Das letzte Wochenende verbrachten wir damit, uns den Ort Tours anzuschauen, sowie nochmal nach La Rochelle zu fahren um uns die Innenstadt und den Hafen anzuschauen. 

Unsere letzte Schulwoche war sehr kurz, da der Montag aufgrund des Feiertags noch frei war und wir am Freitag schon wieder abgereist sind. Die letzte Woche nutzen wir aus, um nochmals unsere Kontakte zu treffen. Mittwochs waren bei einem internationalen Picknick, bei dem viele Menschen aus verschiedenen Kulturen anwesend waren. Wir hatten an diesem Abend viel Spaß und konnten unsere neu erlernten Wörter sehr gut anwenden. Am letzten Tag, Freitag, haben wir vor der Schulleiterin, unserer Lehrerin und noch einigen Kollegen eine kleine Präsentation vorgetragen. Im Anschluss der Präsentation haben wir alle noch zusammen typisch „deutsch“ und „ französisch“ gegessen. Nach dem leckeren Essen, haben wir uns verabschiedet und fuhren alle wieder nach Deutschland zurück. Wir hatten schöne Tage und konnten für uns einiges mitnehmen.